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© Landeszeitung Lüneburg,
19.06.2006
Ein Lauf vorbei an Skulpturen
Sportler und kleine Künstler
reichen sich am Scharnebecker Inselsee die Hand - Erlös zugunsten des
Fördervereins
ml Scharnebeck. Für viele
Wasserratten zu kühl und wolkig, aber optimal für Läufer präsentierte sich
das Wetter am Sonnabend. Dennoch gelang den Veranstaltern am Inselsee der
Spagat zwischen Sport und Badekultur.
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Mit einer
Deutschlandfahne voraus läuft Tobias Röhr (8), ihm folgen die
SV-Mitglieder Dietmar Pumm (l.) und Dieter Röhr (r.) sowie die Eilbecker
Manon Glinke, Peter Kellermann und Erika Köhn (M.v.l.). Foto: t&w |
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Unter Federführung der Sportvereinigung Scharnebeck traten
zehn Staffeln und zwölf Einzelsportler zum Sechs-Stunden-Lauf an dem
Gewässer an. "Ursprünglich wollten wir dieses Jahr wieder die deutsche
Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf ausrichten, doch ein anderer Ort hat den
Zuschlag erhalten", so Dietmar Pumm, SV-Abteilungsleiter Leichtathletik.
Kurzerhand überlegten sich die Sportler eine Alternative - den Lauf am
Inselsee. Das Ziel: "Mit Startgeld und Erlös aus Kuchen- und Wurstverkauf
wollen wir den Förderverein des Sees unterstützen."
Und dessen Vorsitzende Karin-Ose Röckseisen erklärte sich
"spontan bereit, für das Rahmenprogramm zu sorgen". Während am nördlichen
Ufer die Läufer schweißüberströmt ihre Runden zogen, machten sich am
südöstlicher gelegenen Teil des Badestrandes rund 35 Kinder die Hände
schmutzig. Sie ließen, oft unterstützt von den Eltern, ihrer Kreativität
freien Lauf, bauten zahlreiche Skulpturen aus Sand.
Und so bewacht eine Sphinx bis zum nächsten großen Regen
den See. Nur wenige Meter weiter sind Wale gestrandet, kommen
Schildkrötenfamilien an Land und ragt der Bug eines großen Schiffes aus
einem der Sandberge. Zwar hatte Karin- Ose Röckseisen auch Urkunden
vorbereitet, doch bei der Wahl eines Siegers taten sich die Mädchen und
Jungen schwer. Wie es sich für einen solchen Wettbewerb gehört, gab es
folglich nur Gewinner, die alle auch einen Preis erhielten.
Der eigentliche Gewinner war aber der See selbst. "Ein
Natur- ist doch etwas anderes als ein Freibad - schön, dass der See wieder
offen ist", befanden auch Silke und Peter Sprenger aus Scharnebeck, die mit
ihren Töchtern Hannah und Milena gekommen waren.
Unterdessen hatte Pumm weiter die Läufer auf der 1290
Meter Strecke im Blick, die bis 20 Uhr Runde um Runde abspulten. Mit fast 59
Kilometern hatte bei den Einzelläufern Manfred Goldbeck vom MTV
Amelinghausen knapp die Nase vorn. Platz zwei belegte Volker Heißenbüttel
vom MTV Rottorf vor Jörg Koenig.
Die Sieger bei den Staffeln kamen mit mehr als 91
Kilometern aus Bad Bevensen, dicht gefolgt von Laufsport Jahnke und dem TuS
Hohnstorf.
Und eins weiß Pumm schon jetzt sicher: "In fast genau
einem Jahr richten wir dann wieder den 24-Stunden-Lauf durch den
Scharnbecker Ortskern aus." Termin ist voraussichtlich das Wochenende
16./17. Juni.
© Landeszeitung Lüneburg, 19.06.2006 |